Blog des Star Trek Online Rollenspiels Starfleet Online
10 Aug
Der Wecker klingelt. Ein völlig verpennter Commodore kugelt sich aus dem Bett. Kriechend wird sich in Richtung Küche fortbewegt, wo die vorrausschauende Ehefrau des Commodore schon Kaffee aufgesetzt hat. Nach ein paar Schlucken geht es schon besser. Schnell durchs Bad gerannt und in die Klamotten gefallen und los geht es.
Frau Jong, die nach Bonn zu einem Seminar über muslemische Kultur möchte, sitzt neben dem Commodore, der seiner vorbildlich bestandenen CONN-Prüfung alle Ehre macht. Karten werden nicht gebraucht, es befindet sich alles im Gehirn des Piloten. Die Fahrt verläuft ruhig bis zum Ruhrgebiet. Dort landet man im unvermeidlichen Stau, was den ganzen Zeitplan durcheinanderzubringen droht. Zum Glück gabs unterwegs was zu essen. Nach einer Weile sinnlosem Rumgestehe geht’s dann weiter. Der Orientierungssinn des Piloten macht keine Probleme. Man weiß sogar schon vorher, daß man falsch ist, wenn man links abbiegt. Nach dem Abbiegen stellt sich das als richtig heraus. Bleibt nur die Frage nach dem Sinn dieser Aktion…
Pünktlich zwei Minuten vor Abfahrt steht man dann doch auf dem Bahnsteig nach Bonn. Gleich nach der Abfahrt des Zuges ruft der Commodore einen gewissen Fleet Captain an, der eigentlich in 5 Minuten kommen sollte, aber dann doch schon mit dem Rest im Hotel wartet. Also auf ins Relaxa-Hotel.
Der Name und die vier Sterne versprechen viel und halten so gut wie gar nichts. Dekadenterweise stellt sich der Commodore ins Hotel-Parkhazs, was dazu führt, daß er später nicht fahren muß und trinken kann. Doch erstmal muß er sich um seine Schäfchen kümmern. Schnell werden ein paar Höflichkeiten ausgetauscht und dann das Zimmer bezogen. Bis auf einen Fahrstuhl mit billigem Messinglook, einer Rezeption, deren Design an ehemalige Russenkasernen der DDR erinnert und überteuerten Preisen für Speis und Trank ist dieses 4-Sterne-Hotel auf dem luxoriösen Standard einer Provinz-Persion in Polen.
Nach einer Runde warten auf Sinclair und Marnid geht es los in Richtung Futter. Der Chinese hat ein schönes Buffet mit vielen Leckereien, wo die Offiziere erstmal eine Schneise schlagen, die aber schnell wieder gefüllt wurde. Hierbei wurden verschiedentliche Themen wie Freßfenster und Obertongesang erörtert. Zur Krönung würden zwei Offiziere live befördert. Allerdings muß man dazu sagen, daß es dem Personalchef dafür deutlich an Dramatik fehlt und die Academy ihn in dieser Richtung schulen sollte oder es einfach Personen machen, die das können.
Nachdem alle voll waren, brachten wir die Autos zum Hotel und ab ging es in eine Bar. Nach ein paar Gesprächen mit dem Werftmeister und einigen weiteren SRI-Angestellten zog sich die vorhandenen 2/3 des Flottenkommandos zur Beratung zurück. Während sich der neugierige Teil der Flotte an der Scheibe drängelte, genoß das FK diese Aufmerksamkeit. Besonders, da die Themen wie Jongs ehemaliger Arbeitsplatz, Sallys Campingausflüge in der Jugend und schlechte Cocktails sicherlich das allgemeine Interesse hätten. Etwas später gesellte sich Stryker noch dazu, bevor man sich wieder dem Rest der Flotte anschloß.
Nachdem wir rausgekehrt wurden, zog ein Teil der Anwesenden weiter gen nächster Kneipe. Hier machte es der Commodore dem Admiral nach und bestelle einen Caipirinha, eine verhängnisvolle Wahl. Nach einem Plausch mit der Kellnerin ging es zurück ins Hotel und ins Bett.
Kurz vor dem Weckerklingeln stand der Commodore auf und ließ sich erst einmal den Caipi wieder durch den Kopf gehen. Da muß wohl etwas drin gewesen sein. Nachdem Ocean sich gewaschen hatte, ging das nochmal los und etwas später erreichte ein kreidebleicher Commodore das Foyer. Ein paar Bemitleidigungen später zog der Mob gen Frühstück. Der Commodore haute ordentlich rein, in der Hoffnung, daß es drin blieb und es ihm besser ging. Beides stellte sich als richtig heraus und nach einem Dankeschön des Werftmeisters an seine Leute ging es zum Bahnhof.
Der Rest ist schnell erzählt. Mrs. Jong wurde abgeholt, Mrs. Marnid abgeliefert, dann trennten sich die Wege. Es ging wieder zurück nach Hause, wo gegen Abend alle ankamen.
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